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Kratzbeeren

Die Kratzbeere

Die Kratzbeere gehört zur der Pflanzengattung der Brombeeren, welche zur Familie der Rosengewächse gehört. Sie wird auch Bockbeere, Kroatzbeere oder Ackerbeere genannt. Die Kratzbeere ist Hessen verbreitet und wächst vor allem an feuchten Standorten wie Auwäldern, Fluss- und Bachufern oder Hecken. Die Pflanze bildet niederliegende oder kletternde Ruten aus, die mit borstenförmigen Stacheln besetzt sind. Die weißen Blüten der Kratzbeere sieht man von Mai bis Juli in traubigen oder rispigen Blütenständen. Die Früchte sind Sammelsteinfrüchte, die aus wenigen schwarzen, bläulich bereiften Steinfrüchten bestehen. Die Früchte schmecken ähnlich wie Brombeeren, aber etwas säuerlicher und weniger aromatisch.

Die Kratzbeere hat eine lange Geschichte als Nutz- und Heilpflanze. Sie wurde bereits in der Antike erwähnt. Die Früchte wurden roh oder gekocht gegessen, zu Saft, Wein oder Essig verarbeitet oder als Färbemittel verwendet. Die Blätter wurden als Tee oder Umschlag bei Durchfall, Entzündungen, Wunden oder Hautkrankheiten angewendet. Die Wurzeln wurden als Abführmittel oder bei Blasenleiden genutzt. Die reife Kratzbeere hat einen süßen und saftigen Geschmack, der perfekt zu Kuchen, Marmelade oder Salat passt. Die Kratzbeere ist auch reich an Vitaminen, Antioxidantien und Ballaststoffen, die gut für Ihre Gesundheit sind.

Die Kratzbeere ist eine beliebte Frucht für die Herstellung von Likören. Um einen Likör herzustellen, benötigt man folgende Zutaten:

1 kg frische oder gefrorene Kratzbeeren, 500 g Zucker, 1 Liter Wodka oder Korn, 1 Zimtstange, 2 Nelken und 1 Vanilleschote. Die Zubereitung ist sehr einfach. Zunächst muss man die Kratzbeeren waschen und in einem großen Topf mit dem Zucker vermischen. Dann bringt man die Mischung zum Kochen und lässt sie etwa 15 Minuten köcheln, bis die Beeren weich sind. Dabei sollte man gelegentlich umrühren und den Schaum abschöpfen.

Als nächstes wird die Beerenmischung durch ein feines Sieb in eine große Schüssel abseiht und dabei den Saft auffangen. Den Saft lässt man etwas abkühlen und füllt ihn dann in ein großes Gefäß. Dann fügt man den Wodka oder Korn, die Zimtstange, die Nelken und die Vanilleschote hinzu. Das Gefäß wird gut verschlossen und an einem kühlen und dunklen Ort gelagert.

Nun muss man nur noch warten bis der Likör fertig ist. Dabei sollte man das Gefäß alle paar Tage schütteln, damit sich die Aromen gut verteilen. Nach etwa vier Wochen kann man den Likör durch ein feines Sieb in saubere Flaschen abfüllen und genießen. Im Kühlschrank oder im hält sich der Likör für mehrere Monate.

Wilde Kratzbeeren Ende August im Naturschutzgebiet Amöneburg

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