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Burg Rodenstein: Eine Sage aus Stein und Geschichte im Herzen des Odenwalds

Mitten im Odenwald, umgeben von majestätischen Buchen und versteckt im Wald, liegt die faszinierende Burg Rodenstein. Ihre Ursprünge gehen auf das 13. Jahrhundert zurück, als sie von den Brüdern Rudolf und Friedrich von Crumbach errichtet wurde. Doch der Ursprung des Namens "Rodenstein" bleibt bis heute ein Rätsel, das die Historiker spaltet. Einige glauben, dass der Name von dem reichlich vorhandenen roten Sandstein in der Gegend herrührt, im Gegensatz zum vorherrschenden Granitgestein. Andere vermuten, dass er von den umfangreichen Rodungen stammt, die notwendig waren, um die Burg und ihr Umfeld zu gestalten. Nachdem die adeligen Brüder die Burg bezogen hatten, nannten sie sich "von Rodenstein".

Die Burg Rodenstein wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut und erweitert, jedoch gibt es keine Aufzeichnungen oder Abbildungen der frühen Ausführungen. Die älteste bekannte Zeichnung stammt von Valentin Wagner aus dem Jahr 1634 und diente als Grundlage für verschiedene Modelle, die versuchten, die Burg in plastischer Form darzustellen.

Ein tragisches Kapitel in der Geschichte der Burg ereignete sich während des 30-jährigen Krieges, als der letzte Bewohner, Adam von Rodenstein, im Jahr 1635 zusammen mit seiner Familie der Pest zum Opfer fiel. Doch noch 1640 galt die Burg als gut erhalten. Als jedoch im Jahr 1650 der letzte Nachfahre der Rodensteiner, Georg Friedrich, von einem längeren Aufenthalt in Frankreich zurückkehrte, fand er die Burg in einem unbewohnbaren Zustand vor und zog nach Heppenheim. In der Folgezeit wurde Baumaterial aus der Burg entfernt und anderswo verwendet, beispielsweise beim Bau des Pretlackschen Schlosses in Fränkisch-Crumbach sowie bei der Restaurierung der Dornmühle und den Gehöften in der Umgebung.

Doch die Geschichte der Burg Rodenstein nahm eine positive Wendung in den 1980er Jahren des 20. Jahrhunderts, als der Odenwaldklub Sicherungsarbeiten durchführte, um die Ruine vor weiterem Verfall zu bewahren. In den Jahren 1961 bis 1989 erfolgte eine umfassende Restaurierung, die durch Mittel des Landes, des Kreises und der Gemeinde Fränkisch-Crumbach finanziert wurde.

Burg Rodenstein ist jedoch nicht nur ein historisches Bauwerk, sondern auch die Kulisse für eine der bekanntesten Sagen des Odenwaldes: die Sage vom Wilden Heer. Diese Geschichte erzählt von einem mysteriösen Heer, das in Zeiten drohender Kriege mit Rössern, Wagen und Hunden durch die Lüfte zieht und die Bevölkerung vor Unheil warnt. Besonders im Herbst können Besucher der Burgruine das Rauschen der Reiter in der Luft hören und sich in die faszinierende Welt dieser alten Legende hineinversetzen.

Die romantische Burgruine Rodenstein, eingebettet in das Spiel von Licht und Schatten des umgebenden Waldes, ist nicht nur ein historisches Denkmal, sondern auch ein Ort der Geschichten und Mythen. Unterhalb der Ruine liegt das Hofgut Rodenstein, eine Ausflugsgaststätte mit Übernachtungsmöglichkeiten, die in ihrer malerischen Umgebung gerne für Hochzeiten genutzt wird.

Die Burg Rodenstein bleibt somit ein faszinierendes Zeugnis der Vergangenheit des Odenwaldes und ein Ort, an dem Geschichte und Sagen auf geheimnisvolle Weise miteinander verwoben sind. Ein Besuch dieser imposanten Burg wird Sie auf eine Reise in die Geschichte und die Welt der Legenden des Odenwaldes mitnehmen, und vielleicht werden Sie die fernen Schritte des Wilden Heeres noch heute in den Lüften hallen hören.

Herbstliche Impressionen von Burg Rodenstein

Entdecken Sie den "Pfad der Sagen": Eine Reise durch Geschichte und Legenden

Die malerische Region des Odenwalds birgt nicht nur atemberaubende Natur, sondern auch eine reiche Geschichte voller Sagen und Legenden. Eine einzigartige Möglichkeit, diese Geschichten zu erkunden, bietet der "Pfad der Sagen", der sich zwischen der Laudenauer "Freiheit" und dem Ortskern von Fränkisch-Crumbach erstreckt. Dieser besondere Weg führt zu Erlebnisstationen entlang der Wanderwege, die den Besuchern die faszinierenden Rodenstein-Sagen und damit verbundene Themen näherbringen.

An den Stationen des Pfades finden sich bebilderte Tafeln, auf denen die Rodenstein-Sagen sowie weitere interessante Themen per QR-Code abgerufen werden können. Mit Hilfe eines einfachen Scans können die Wanderer eine Welt voller Geschichten und Wissen betreten. Der QR-Code ist mit einem Audio-Guide verbunden, der es ermöglicht, die Informationen direkt über das Handy anzuhören und so die Sagen und Geschichten lebendig werden zu lassen.

Doch der "Pfad der Sagen" bietet nicht nur Einblicke in die Legenden rund um die Burg Rodenstein, sondern eröffnet auch die Gelegenheit, eine bemerkenswerte Wendung in der Geschichte des "Herrn von Rodenstein" zu entdecken. Im 19. Jahrhundert löste sich diese Figur von der Sage und wurde zu einer im gesamten deutschsprachigen Raum bekannten Persönlichkeit. Eine entscheidende Rolle spielten dabei die humorvollen Lieder des Dichters J. V. von Scheffel. In seinen Werken gab er eine ironisch-humoristische Darstellung des "Herrn von Rodenstein", in der er auf humorvolle Weise die drei Dörfer Gersprenz, Pfaffen-Beerfurth und Reichelsheim metaphorisch "vertrank". Obwohl diese Lieder in den genannten Ortschaften eher respektlos aufgenommen wurden, erfreuten sie sich in den Studentenverbindungen in den Universitätsstädten großer Beliebtheit.

Eine weitere Besonderheit des "Pfades der Sagen" ist die vertonte Führung durch eine virtuelle Rekonstruktion der Burg Rodenstein. Mithilfe von Videos, die ebenfalls per QR-Code abgerufen werden können, erhalten die Besucher einen einzigartigen Einblick in die Struktur und Geschichte der Burg. Diese Art der Rekonstruktion einer Burg ist in Deutschland bisher selten und in unserer Region einzigartig.

Auch die jüngsten Entdecker haben die Möglichkeit, diese Geschichten auf spielerische Weise zu erkunden, denn der Sagenrundweg für Kinder führt zu Erlebnisstationen rund um die imposante Ruine. An diesen Stationen können Kinder und ihre Familien bebilderte Tafeln entdecken, die Geschichten über den geheimnisvollen "Rodensteiner" erzählen. Doch das ist noch nicht alles. Mithilfe von QR-Codes, die auf den Tafeln angebracht sind, können die kleinen Abenteurer die Geschichten direkt auf ihre Smartphones abrufen. Der QR-Code ist mit einem kinderfreundlichen Audio-Guide verbunden, der es den jungen Wanderern ermöglicht, die Informationen mit ihrem Handy anzuhören.

Während die Kinder die Stationen erkunden, können sie in die Welt der Sagen und Legenden eintauchen, die die Burg Rodenstein umgeben. Von tapferen Rittern und geheimnisvollen Gestalten bis hin zu spannenden Abenteuern, die im Odenwald stattgefunden haben, gibt es viel zu entdecken. Die kindgerecht erzählten Geschichten lassen die Fantasie der kleinen Entdecker aufblühen und wecken ihr Interesse an Geschichte und Kultur.

Der Sagenrundweg ist nicht nur lehrreich, sondern auch unterhaltsam. Es bietet den Kindern eine einzigartige Möglichkeit, die Geschichte und die Magie des Odenwalds auf spielerische Weise zu erleben. Die Eltern können die Begeisterung ihrer Kinder hautnah miterleben, während diese in die faszinierenden Geschichten eintauchen.

Die Burgruine Rodenstein und ihr Sagenrundweg sind nicht nur ein Ort der Geschichte, sondern auch ein Ort, an dem Familien gemeinsam Abenteuer erleben können. Der Sagenrundweg ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie historische Stätten und Kulturerbe auf kindgerechte Weise vermittelt werden können. Machen Sie sich auf den Weg in den Odenwald und begeben Sie sich mit Ihren Kindern auf eine Reise in die Welt der Sagen und Legenden. Der Sagenrundweg um die Burgruine Rodenstein eröffnet eine Welt des Staunens und der Entdeckungen für die ganze Familie

Impressionen vom Pfad der Sagen

Reichelsheim und Fränkisch-Crumbach

  • Fränkisch-Crumbach Fränkisch-Crumbach
  • Reichelsheim im Odenwald Reichelsheim im Odenwald
  • Wanderungen im Odenwald Wanderungen im Odenwald
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